Flieg oder stirb!

So ist das!

Da sucht man sich einen guten Platz
Hoch oben und weit weg von den Beutetigern
Schleppt tagelang Baumaterial
Hält sein Weib in Stimmung
Hilft ihr ein wenig beim Brüten
Und beim Warten

Viel später lassen sich die Gören hören
Und dann auch fühlen
Und dann auch sehen
Ein Schnabel bohrt sich durch das Ei
Und bald ist das Kleine durch
Nass und struppig und hungrig

Hungrig!
Immer und ewig hungrig!
Also schwingt man sich los
Pflügt sich durch die Insekten
Bringt Schabel auf Schnabel zum Nachwuchs
Geduldig beäugt von allen Katzen der Umgebung

Der Anblick ist grandios
Niemals wird man so sehnsüchtig erwartet
Wie im Anflug auf fünf hungrige Schnäbel
Die jeden Tag größer werden
Und hungriger
Und frecher

Der kritische Moment
Die Kleinen üben Flattern
Sind noch schwach
Viel zu schlapp für den Katzennasenärgerflug
Mit dem ein gestandener Pieper
Jede Katze zum Wahnsinn treiben kann

Aber doch: Sie flattern!
Passt auf die Katzen auf!
Immer in der Höhe bleiben
Nicht auf dem Boden landen
Warum sag ich das?
Sie tun es doch nicht

Wir schimpfen und zettern was geht
Kreisen über der Katze
Fast in Reichweite der Krallen
Alles für das dumme Kind
Das da unter dem Busch gelandet ist
Halt den Schnabel – sei still!

Kind hat Hunger und jammert
Das war’s! Die Katze hat es gehört!
Mein Weib tackert und schimpft
Es ist zu spät!
Da greift ein Riese die Katze
schleppt sie fort in seine Höhle

Nochmal Glück gehabt!

Pieper

Pieper

Volle Dröhnung

Eigentlich war es eine ganz normale Dienstreise
Die Dependence meiner Firma in Hamburg besuchen
Zwei Besprechungen mit PC und Beamer
Leute treffen die man nur per Email kennt
Aber eben – es war in Hamburg
Und Petra hatte zwei Tage frei

Also hatte die Lusthansa das Nachsehen
Der Dampfer wurde gesattelt und auf gings Richtung Norden
Die große Schwester und Klein Gesa wohnen am Weg
So hatten wir Zeit für ein gemütliches Schwätzchen
Mit souveränen Kostproben deutscher Ingenieurskunst
Die einem chinesischen Thermometer das Piepsen abgewöhnt

Morgens dann die letzten hundert Kilometer
Petra trabt zum Jungfernstieg und ich verschwinde im Büro
Schwuppdiwupp ist es Nachmittag
Unser langes Wochenende beginnt mit den Landungsbrücken
Der Dampfer fährt heute unter der Elbe mit Tunnelblick
Und im Elbspeicher gibt es eine Finkenwerder Kutterscholle 

Wobei Finkenwerder heutzutage weniger mit Kuttern und Schollen
Sondern mit Supermaximegafliegern in Verbindung gebracht wird
Trotzdem war sie klasse die Scholle und auch die Büsumer Krabben
Dann aber retour in Niedersächsische – eine Mütze Schlaf in Ehlershausen
Eine Stippvisite in Braunschweig und auf ein Käffchen in die Villa Husteburg
Dann ging es der gleichnamigen Mettwurst wegen in das Eichsfeld

Wir hatten nämlich unserem Opa zum Einundachtzigsten
Eine schöne Luftgetrocknete schenken wollen
Die aber so hart ausfiel, dass auch das neue Gebiss sie nicht klein bekam
Doch wer in seinem Leben schon mal eine Eichsfelder genascht hat
wird den Geschmack nie vergessen und sowas brauchten wir jetzt
zur Wiedergutmachung sozusagen als Gebissschmeichler

Am Samstag haben wir die Göttinger Hühnerfarm besucht
Wir haben zwei Eier geklaut und Louisa beim Brüten beobachtet
Und uns schnell wieder verdrückt in Richtung Kyffhäuser
Den hatte ich irgendwann mal per Zufall entdeckt
Weil ein Auto mit ‚KYF‘ in Göttingen vor der Tür stand
Ossie!  Soviel war klar – aber dann wurde ich doch neugierig

Für die Nichtwissenden: Der Kyffhäuser ist ein Gebirge in Thüringen
Dort gibt es neben Bratwürsten auch eine schicke alte Burg
Und eine nette alte Sage von Kaiser Barbarossa dem Rotbärtigen
sozusagen der deutschen Ausgabe von König Artus
Dieser alte Stauferkaiser war der Letzte des ersten deutschen Reiches
Und wartet der Sage nach unter Tage auf den Tag an dem das Reich aufersteht

Als der preussische König Wilhelm sich 1871 zum deutschen Kaiser aufschwang
Sahen seine Soldaten die alte Sage erfüllt und bauten nach seinem Tod
Ein Denkmal auf dem Kyffhäuser ‚Weißbart auf Rotbarts Thron‘
Ziemlich monströs mit Kaiserkrone und Willi’s Reiterstandbild
Mitten in der alten Burg hat es Wind und Wetter und die DDR überstanden
Auch Adenauer Kiesinger Brandt Schmidt Kohl und Schröder
An uns Angy arbeitet es noch

Das ist auch Inflation – während das Erste Deutsche Reich so um 500 Jahre dauerte
War das Zweite Deutsche Reich mit knapp 50 Jahren schon am Ende
Und das Dritte mit 12 Jahren schon viel zu lang
Ich schätze, das Vierte passt locker in eine Legislaturperiode
Mit vorgezogenen Neuwahlen

Wir haben das Denkmal im strömenden Regen erlebt
Mit Blitz und Donner und Sturm
Es war genial!
Selbst der wehleidige Würstchenverkäufer
Der seiner Täteräh nachweinte und dort die goldenen Zeiten suchte

Nach dem Kyffhäuser sind wir südwärts an Weimar vorbei nach Jena
haben uns Flötes neue Heimat angesehen nebst Fachhochschule
In Schweinfurt schließlich gab es gute Eichsfelder zum Frühstück
Und Sonntag mittag  haben wir uns ehrlich gefragt
Wieviele Wochen waren wir eigentlich unterwegs?
Dabei war es eigentlich nur eine Dienstreise mit zwei Besprechungen

Hamburgs Rahaus

Hamburgs Rahaus

 
Alter Elbtunnel

Alter Elbtunnel

 
Besuch in der Husteburg

Besuch in der Husteburg

 
 
 
 
Hier darf Benny hausen

Hier darf Benny hausen

Stauferkaiser Barbarossa - Rotbart wartet unter dem Berg

Stauferkaiser Barbarossa - Rotbart wartet unter dem Berg

 
Das Kyffhäuser-Denkmal

Das Kyffhäuser-Denkmal

Uniturm Jena

Uniturm Jena

Petra in Jena

Petra in Jena

Das wäre das richtige Outfit für H13

Das wäre das richtige Outfit für H13

Bolle’s Start ins 47ste

… Semester

Das kleine Flöhchen
Langsam wird er alt
Und stachelig
Die Haare wachsen aus dem Kinn
Der Grips baut langsam ab
Aber der Flo-Lacher übertönt noch alles 

Sein Aushilfs-Kater hat alles im Blick
Sheela-Ersatz mit flinker Pfote
Seine Kumpels feiern mit
den Abschied aus der Raucherszene
Mal schauen, obs hält
Wir drücken dreissig dicke Daumen

Heute ist Fete
Die Flotagsfete
Ober Bollefeierei
Mit Würstchen und Salat
und Bier
und Bauch

Dande Donnys
Unterdiehautgehermahnung
Die eine odere andere Pleite im Gepäck
Aber immer auch
Die unverzagte Leichtigkeit
Des Seins

Wir wünschen Dir
Ganz heftig
Dass Du den Weg
Den Du gehen willst
Aktiv gestaltest
Und glücklich dabei wirst!

P&M

nibbler

nibbler

Die Gang

Die Gang

Futterfassen

Futterfassen

Einfastschonhundertwasserigerbrunnenstein

Es ist ja eigentlich
Schon 3 Jahre her
Dass Petra
Einen Brunnen
Im Garten
Gestalten wollte

Ich war auch ganz brav
Habe mein ganzes
Nicht vorhandenes
Maurerwissen
In eine kalksandsteinige
Säule verwandelt

Und eine kleine Kostprobe
Wie solls denn mal werden
War auch schon
An der Vorderseite
Hingepappt
Aber das war es dann auch

Funktionell war alles Bestens
Aber optisch sah es nach Goethes
Unvollendeter aus
Bis Gestern dann
Mein  Lieblingsweib vom
Schaffensdrang ergriffen wurde

Und heute in der Abendsonne
Steht er da der Brunnen
Leuchtet
Strahlt
Hundertwassert vor sich Hirn
Und uns geht’s gut

Der Unvollendete

Der Unvollendete

Nach zehn Minuten Feuer am Frack

Man glaubt es nicht!
Es ist schon eine Menge
Zu Markenwerkzeugen
Und Chinaschrott
Geschrieben worden
Aber alles ist zu toppen

Ort: H13, Keller
Zeit: Samstag vormittag
Darsteller: Der Verfasser und sein POWERPLUS Abbruchhammer
Zeugen: Leider keine
Handlung: Ratatatatatatatatatatatatatatatatatatatatatatatatatata
Peng! Blitz! Rumpel!

Mit Gehör-und Staubschutz versehen
Noch schnell den Ölstand kontrolliert
Die richtige Stelle zur Probebohrung fixiert
Nun sollte mein kleines blaues Meißelchen
Mal zeigen was es kann
Es war nicht wirklich viel

Ganze 10 Minuten hat sich das Teil wacker geschlagen
Dann schlugen Flammen aus dem Motor
Die Leistung war weg
Nur noch langsames Mahlen und Knurren
Mit so’nem Kram wird China nicht zur Weltmacht
Oder lag es doch an den Sicherheitsschuhen?

Zurück in den Buchladen!

ausgeraucht

Weit bin ich nicht gekommen mit meiner Bodenplatte …

Midde Boolis in Bamberch

Traditionen müssen sein
Sie geben dem Leben einen Sinn
Dem Rumtreiber die nötige Erdung
Verleihen Unsteten ein Gefühl der Beständigkeit
Dem Vergänglichen ein Stückchen Ewigkeit
Und machen manchmal einfach Spaß

Was für die Kiddys die abendliche Einschlafzeremonie
Ist für uns das Radeln mit den Pohlis
Hinterher sind wir so platt
Dass wir glatt drei Tage schlafen könnten
Wenn wir denn könnten
Und die Katze uns ließe

Jeden Tag schaffen wir das nicht
Aber jedes Jahr – Ausnahmen betätigen das Segel
Waren schon in Paris (mit dem Ährfronx Flugradler)
Im Taubertal – verschiedene Main-Etappen
Und letztes Mal auf dem Hühnstollen
Etwas Abseits der fränkischen Gefilde

Gestern waren wir in Bamberg
Und von da mit dem Radl nach Coburg
Die Undafrangen aus Gredschd
Und die Middelfrangen aus Mahrleshausen
Treffen sich in Oberfrangen
Beim Bäcker Fuchs zum Frühstück

Dann ging das los
Über Hallstadt durch den Itzgrund
Von Rattelsdorf nach Busendorf
Nach Poppendorf waren wir etwas Lahm
In Heilgersdorf gab es eine Gedenkminute
Für die nettesten Imker der Welt (Gruß nach Blankenfelde)

Dann die Spargelpause in Seßlach
Und der Enspurt nach Coburg
Mit einer genialen Abfahrt
Bis zum Marktplatz
Voller Fensterbauer, Dachdecker und Energiesanierer (es war Messe)
Dann ab ins Hotel

Nachdem die Pohlis alle Zimmer getestet hatten
Folgte das Abendmenue als Beweis in 3 Gängen
Daß sich noch kein Mexikaner nach Coburg verirrt hatte
Wenn doch, hat er Samba getanzt, aber sicher nicht gekocht
Die beiden Mädels im Goldenen Anker
Haben ihre Sache trotzdem sehr gut gemacht

Am Abend sind wir noch Veste gewandert
Dabei hat das Bauchgefühl das Unterbewusstsein enttarnt
Und Bruno nimmt sich jetzt mehr Zeit
Für den sexten Sinn
Mit Bauch konnte ich auch dienen
Der Sinn stand mehr nach Freicocktail im Goldenen Anker

Nach einer genialen Nacht – einfach nur feste gepennt
Ging es am Morgen nach Dusche und Frühstück
In Richtung Lichtenfels quer zum Planetenweg
Mit sachdienlichen Hinweisen eines sehnenstarrenden Profiradlers
Lichtenfels war öde, weder Licht noch Fels
Ein künstlicher Wasserlauf an der Durchgangsstraße

Den Wegweiser nach Vierzehnheiligen
Hätten wir nicht gebraucht
Weil die Glocken läuteten und läuteten und läuteteteten
Kloster Banz und die Songsaneinemsommerabendwiese
Lag ganz friedlich am Hang
Sehr seltsam
So ganz ohne den obligatorischen Regen

Der Ostwind trieb uns vor sich hin
Nur Petra hatte den Verdacht
Er käme wohl doch aus Süden
Im heiligen St. Affelstein gab es Futter
Und den dramatischen Verlust der Truppe
Weil ich die falsche Seite des Bahngleises gewählt hatte

Dann kam lange Nichts
Nicht das Nichts im Eigentlichen
Sondern das Nichts im Fränkischen
Bis auf den Badesee
Bei dem die Minifischchen unsere heißen Waden inspizierten
Und Petras Apfelknorze ignorierten

In Bamberg wurde das Bauchgefühl
Doch deutlich vom Pogefühl überlagert
Bruno wollte sogar mit dem Auto zur Eisdiele fahren
Es wurde trotzdem geradelt
Und der Eisitaliener verwirrt mit Vielsahne und Ohnesahne
Und Waldfruchtbecher ohne Waldfrüchte

Beschlossen wurde die Tour mit dem Plan
Der Pegnitzreise im nächsten Jahr
Jetzt sind wir sozusagen traditionell
In der dreitägigen Tiefschlafphase
Wenn wir denn könnten
Und die Katze uns ließe

Miauuuuuuu!

Dichter und Denker

Leute von heute
Im Volk der Dichter und Denker
Kaufen gerne bei diesem
Online-Heini aus Bad Hersfeld
Bücher, Hörbücher, Sehbücher
Und Abbruchhämmer

War auch ganz erstaunt
Aber sie haben wirklich
Ganz schweres Gerät bei Amazon
Und sowas war gerade angesagt
Für H13
Latürnich

Wer auch gerade da war
Architekt, Statiker, Energieberater
Jeder wollte Blut sehen
Putz wegstemmen
Bodenplatte öffnen
Die Eingeweide (von H13) erkunden

Also musste was Kräftiges her
Zum Großelöcherbohren
Mein süßes kleines Bosch-Hämmerle
Wollte ich damit nicht ruinieren
So blieb mir nur
Der Weg in den Buchladen

Bei der Post
Mußte mein Lieblingsweib
Einen kräftigen Jüngling anhimmeln
Er hat ihr das Paket in den Beetle gehoben
Mit schleifendem Auspuff
Kam sie zuhause an

Aber dann
Der Meister baut es zusammen
Schwingt es virtuos (Lächerlich! Nur 25 kg!)
Der Beton bröselt schon beim Anblick
Noch schnell die Fotosession
Woher hab ich bloss dieses üble Stechen in der Seite?

Let\'s fetz!

skyjacken mit schulz van schweig

Paulchen war auf Besuch
Seines Zeichens Student der
Architektur in Wien
Paulchen digitalisiert
H13 Pläne von 1948
Kriecht um Winkel und Ecken
Und misst, lotet und rechnet
dann hackt er es in sein CAD
Und ich bekomme endlich mal genaue Pläne
Sehr gut das.

Damit ich dabei nicht nur den Hiwi machte
Hatte ich mir einen Skyjack ausgeliehen
Nein – nichts kriminelles – ein Hubsteiger
Ein Korb am hydraulischen Arm
Mit dem man 12 m hoch irgendwas arbeiten kann
Bei mir ging es um die Dachrinne von H13
die hatte längs die Funktion eines
Kompostkastens übernommen.

Fünf volle Eimer mit bester Komposterde
habe ich zusammenbekommen
Jetzt kann es wieder regnen
und mosen und flechten
und was sich sonst auf einem
Dach so tut.

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Am Boden sieht das Teil
Noch ganz zivilisiert aus

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Oben war es ein richtig geiles Spielzeug!

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Stellenweise war die Dachrinne randvoll
mit bester wohlriechender Komposterde

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Der Aktionsradius geht ein gutes Stück
über die Stützen hinaus
Ein komisches Gefühl stellt sich ein
Warum kippt das Teil nicht?
Und was passiert, wenn ich jetzt mal wippe?

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Paulchen dirigiert das Ganze
aber bedient wird aus dem Fahrkorb
nur den Stecker sollte niemand herausziehen
sonst bewegt sich der Skyjack kein Stück

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Sogar für zwei Leute kein Problem

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Offensichtlich wird das Gerät in Osteuropa hergestellt
Der Hinweis auf Schieflagen und Umsturzgefahren
kann ja wohl nicht auf unsere liebliche Republik gemünzt sein

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Und zusammengeklappt ist das Teil
einfach ein Anhänger

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War ein schöner Tag!

Fin

Deutschland hat uns wieder
Immer wieder komisch
Der Wechsel zwischen den Welten
Ein paar Schickimickitussis
Haben uns auch in München noch
Grinsen lassen
Mit ihren hohlen Sprüchen
Komisches Volk

Das Wetter hier ist kein Schock
Bis zu den Alpen
War alles dicht bewölkt
Danach wurde es klar und schön
Ein netter kalter Wintertag
Hat doch auch was!

Das Dampferle hat brav gewartet
Uns flink heim gebracht
Und dann war
Eigentlich
Zeit für die Siesta

Chrrrr …

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Morgens um 6:00 in Porto Cristo

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Dichte Wolkendecke über Italien

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Über den Alpen wird es langsam klar

Alle Neune

Länger als eine Woche
Aber doch eben nicht zwei
Neun Tage sind schnell vorbei
Wir haben es ruhig angehen lassen
Wollten wieder fit werden
Und nettes Zeug erleben
Ohne Hektik

So war’s dann auch
Viel geschlafen
Die Siesta war uns heilig
Der tägliche Blog-Eintrag
Spanische Wurstwaren
Komisches Brot
Lausige Restaurants
Mit Ausnahmen

Gestern Abend waren wir im Hafen
Als es zu schütten begann
Nach kurzer Zeit kamen Sturzbäche
Den betonierten Berg hinunter
Keine Chance
Trockenen Fusses ins Hotel zu kommen
Hier möcht ich nicht sein
Bei drei Tagen Dauerregen

Die Drachen Höhlen
Eine Spezialität von Porto Cristo
hatten wir uns für den Schluß aufgehoben
War ein tolles Erlebnis heute
Riesige Tropfsteinhöhle mit See
Verschlungen
Auf und Ab

Mit Amadeus Live-Konzert
Die Musiker kamen in Booten
Toll inszeniert
Bilder haben wir von den Höhlen nicht
Foto war streng verboten
Das Blitzlicht hätte auch sicher
Die ganze Athmosphäre zerstört

Nachmittags war Regen und Sturm
Nochmal ein freies WIFI suchen
Nochmal einkaufen
Jetzt sind wir bei den
Vorbereitenden Abschlussbuchungen
Und überlegen
Wie das ganze Zeug
Jemals in unsere Koffer passen soll

Morgen früh
Vor Sonnenaufgang
Machen wir uns auf den Weg
Vom Regen in die Kälte

Ich liebe Regen!

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Ware Kreatur

Wochenmarkt in Sineu
Mit allerlei Viech
Ein trauriger Esel
Pferde – Hühner – Hunde – Schweine
Schafe mit Lämmern
Klamotten – Klamotten – Klamotten
Gewürze und Oliven

Wenn mir das hilflose Getier
Nicht auf der Seele gelegen hätte
Wär das ein richtig schöner Markt gewesen
Aber früher gab es auch bei uns
Beim Karstadt in der Tierabteilung
Junge Hunde
Und alle Kids waren begeistert

Petra hat die Kirche
Minutiös vermessen
Und alles fotografiert
Dann haben wir das
Reiseführer-Toprestaurant
in Petra gesucht und gefunden
O Wunder – es war wirklich gut

Zeit für Siesta!

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Richtung Norden!

Heute war Königswetter
Keine Wolke am Himmel
Windstill und warm
Der richtige Tag für den Norden

Norden, das ist hier
Eine felsige Landzunge
Cap Formentor
Mit einem Leuchtturm am Ende
Immer noch 167 m hoch und
Wirklich weit zu sehen.

Viele nette Aussichtspunkte
Viel Stoff für Fotos
Und keine Touristenbusse
Die kommen nur im Sommer
Wirklich nett
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Palma

Seit einer Woche haben wir uns
Darum herum gedrückt
So richtig Lust auf Palma
Auf Touristenrummel und
Das typische Mallebild
Hatten wir beide nicht

Aber heute waren wir dann doch da
Und haben uns das mal angesehen
Tolle Kathedrale (heute geschlossen)
Nettes Schloss (heute geschlossen)
Schöner Hafen mit Monsteryachten
(hermetisch abgeriegelt)
Aber irgendwie wenig Spirit
Und absoluter Schweinefraß
Nicht unsere Welt

Den Plan – das Feuerwerk hier zu erleben
Haben wir sausen lassen
Und waren schnell zurück in Porto Cristo
Zum Jahreswechsel standen wir
Ganz hinten in der Bucht
Und haben hier die Raketen angesehen
Alle drei
Nach dem Superfeuerwerk letztes Jahr
War das auch ganz ok so
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Petra!

Sie hatte sich sofort entdeckt
Bei Google Earth auf der Karte
Petra ist auf Mallorca
Nicht nur in Jordanien
Und heute waren wir da
In der Stadt Petra

Sehr nett und alt
mit arabischen Wurzeln
Eng gebaut und einst
Wirkungsstätte der Franziskaner
Die von hier nach Kalifornien
zogen und so
Eben mal San Francisco
Gegründet haben

Sogar bei den Incas
Waren wir heute
Hat uns aber nicht gefallen da
Inca ist eine lahme Industriestadt
In der Leder die Hauptrolle spielt
Schade um den schönen Namen

Auf dem Rückweg waren wir
In Ca’n Picafort und haben das
Hotel gefunden
In dem Poppy und Petra vor
30 Jahren als Teenys die
örtliche Youngsterszene
Belebt hatten

Wäre ich gern dabeigewesen
Aber zu der Zeit
War ich anderweitig
Weibsenmässig sehr beschäftigt.

Und dann haben wir sogar
Noch eine 1A Moppedroute entdeckt
Wird aber nicht verraten wo
Sagen wir nicht weiter
Bevor wir nicht mal mit Mopped hier waren
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Aliens!

Heute sind wir ihnen begegnet
Bei einer Überlandfahrt in den Norden
Standen sie an der Strasse
Richtige Streichel-Aliens
Haarig – weich – warm
ET war nichts dagegen

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Auch die erste Burg haben wir erstürmt
Wobei sich das Erstürmen
Auf ein ‚altomamäßiges Hinaufschnaufen‘
Beschränkt hat
Hier ein Päuschen
Da ein Päuschen
Gaaaanz langsam geht es aufwärts

Am Abend dann noch der
Besuch im Supermarkt
Wo Petra sich ein bischen
Vor den Fischen gruseln konnte
Und Krabben
Und Garnelen
Und sowas

Unsere Aliens haben uns besonders gefallen heute
Ich bin ja fest überzeugt
Es waren katalanische Riesenesel
Sehr lieb und mit Glöckchen
Leider hatten wir
Nichts zum Schnabulieren dabei
Wir hätten brüderlich geteilt

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Das war eine Eremitage bei Artà

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mit den allgegenwärtigen Aloe Vera

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und der Blick von oben auf die Stadt. Es gibt dort ein ganz nettes Künstlerviertel
wobei sicher die Hälfte der Künstler im warmen Süden war …

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Das liebt sie! Und wenn es dann noch krabbelt und zappelt, ist es besonders aufregend

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Das waren unsere alienten Freunde.
Total lieb und schmusig!
Wenn ich mal irgendwann neben meinen Hühnern noch Platz habe …

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Ich hab ihn einfach nur gestreichelt und fast wäre er eingeschlafen

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Auch wenn das gefährlich aussieht, ich hatte ihm einfach nur die
Oberlippe hochgezogen und es hat ihn nicht gestört

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Abends dann die Mandarinenrupfpause auf dem Balkon …

Perspektivwechsel

Den Hafen aus Distanz
Der Reichen und Schönen
Die ihr Viertel auf den Klippen
Über dem Meer haben
Zur Zeit sind da nur Handwerker
Ist nicht wirklich Saison

Das Größte an den Häusern
Sind Mauern und Alarmanlagen
Tore und Schlösser
Viel Zeug für ein
Paar Wochen im Jahr
Aber doch fotogen
Alles eine Sache der Perspektive

Ab Morgen sind wir mobil
Und werden unseren Aktionskreis
Etwas erweitern
Viel ist noch nicht mit uns los
Kulchen noch beide um die Wette
Schaun mer mal
Wie das wird

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Der abendliche Blick vom Balkon

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Strand und Hafen aus Sicht der östlichen Klippen

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Hier sind die Häuser pompös und nur in der Saison bewohnt.
Aber alles ist gegen Eindringlinge aller Art gesichert

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Den Hund gibt es auch nur im Sommer

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Dieses Haus sah aus wie Onkel Dagoberts Geldspeicher
Vorn und hinten hatte es einen Riesen-Rolladen.
Natürlich geschlossen

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So richtige Brandung wie am Atlantik hat die Ostküste zumindest nicht

Pause vom Winter

Zum dritten Mal sind wir jetzt
In der staden Zeit
Nach Süden abgedüst
Pause von der Kälte
Ein wenig Sonne
Luft holen in der
Winterhalbzeitpause

Dieses Jahr sind wir auf Mallorca
Im hintersten Eck
Maximal entfernt von
Ballermann und Co
Ostküste
Mit wunderschönen Sonnenaufgängen

Der Weg war kalt und mühsam
Zwei Uhr morgens Abfahrt nach MUC
Franz-Josef-Strauss war uns nicht gnädig
Das erste bezahlbare Parkhaus lag
10 km vom Terminal entfernt
Die S-Bahn kam erst irgendwann
Zittern bei Wind und Kälte

Die Insel empfing uns
Verschlafen und diesig
Aber dann der Sonnenaufgang
Die ersten wärmenden Strahlen
Ließen den Busfahrer zeigen
Wie toll seine Klimaanlage blasen kann
Eine Stunde hab ich mit mir gekämpft
Ob ich meckern gehen soll
Dann habe ich es getan und
3 Minuten später waren wir am Ziel

Nicht so schlecht!
Altes englisches Hotel
Balkon zur Bucht
Bäume – zwitschernde Vögel
Sonne – Sonne – Sonne
Nicht heiß aber frühlingshaft
Nett und adrett

Den ersten Tag haben wir verschlafen
Nachdem ich meine Grippe langsam überwinde
Taucht Petra gerade ein
Mit Halsweh und Husten
Heute waren wir den Ort erkunden
Hoch auf den Hügel
Irgendwo gab es ein WiFi
Und einen Supermarkt
Mails – Salami und ein paar Bier
Ein Baguette und Knoblauchcreme
Was will man mehr

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Anflug auf Palma
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Überall Windmühlen – damit wurden früher die Felder bewässert

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Porto Cristo an der Ostküste

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Frisch gepflückt und gleich verspeisst

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Die kleine Bucht von Porto Cristo – zum Blick auf den Strand bitte umdrehen

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Über der Bucht

Soviel Weihnacht muss wohl sein

Geschafft!
Das emotionelle Aufwühlfest ist wieder überstanden
364 weihnachtsfreie Tage liegen vor uns
Das gefühlsduselige
Zwischendenzeilenlesen in den bedeutungsschwangeren
Mitteilungen verwandter Zeitgenossen
Kann wieder auf das übliche Maß begrenzt werden
Weihnachten ist vorbei!

Das Beste ist:
Es geht wieder aufwärts!
Jeden Tag wird es jetzt ein paar Minuten
Früher hell
Und später dunkel
Der jahreszeitliche Tiefstpunkt
ist überwunden

So wie der gesundheitliche
Eine Grippe hatte mich mächtig erwischt
Selten habe ich solange gebraucht
wieder auf die Beine zu kommen
Rasselnde und pfeifende Bronchien
Schmerzende Lunge
Und schlapp schlapp schlapp

Aber das ist jetzt alles vorbei
Und ehrlich gesagt
Allem weihnachtlichen Widerwillen zum Trotz
Es war ein schöner Abend gestern abend!
Flo und Benny
Unsere beiden Monsterlulatsche
mit Mitbringseln aus Australien
und der Erfüllung alter
nichtsowichtiger und doch netter Wünsche

Es gab Käsefondue – lecker lecker
Petras spezialisiertes Spezialrezept
Und als wir wieder papp sagen konnten
Gab es es eine Feuerzangenbowle
Mit dem passenden Film dazu
Als Hans Pfeiffer seine Eva
hatte ich auch meinen Brummschädel
mit katermäßigen Nachwirkungen am nächsten Morgen.

Eigentlich
Und das sag ich jetzt ganz leise
Damit es keiner wirklich hören kann
Ist Weihnachten viel besser als sein Ruf

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Das war Petras Abwehrfront gegen meine Viren und Bakterien – Zwiebeln und Eukalyptusöl

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Unser weihnachtliches Käsefondue im Rohzustand

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und verzehrfertig!

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Benny

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Flo


Petra’s Bild gefiel ihr nicht
Also ohne Bild von Petra
Schnüff!

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und ich – es war wirklich sehr lecker!

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Die Feuerzangenbowle war Petras Idee und es war eine saugute Idee!

Mit der richtigen filmischen Begleitung

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Das Wolferl aus dem wilden Wald

Weit weit draussen
Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen
Lebt tief im Wald
Dem heiligen St. Eigerwald
Das Wolferl
Das wilde grausliche Wolferl
Naja, ganz so grauslich ist das Wolferl nicht
Meistens ist es ein ganz braves Wolferl
nur zum Gegner sollte man es sich nicht machen!

Das Dorf in dem das Wolferl haust
Ist das Dorf der Wasser-Bären
Wenn man hindurchgeht
Und meint
Man hätte schon alles gesehen
Das kleine Sägewerk
Den Dorfweiher
Die beiden Dorfschönheiten
Und glaubt
Die Welt sei da eh gleich zuende
Dann kommt – ganz hinten rechts – die dunkle Höhle vom wilden Wolferl

Aber das Wolferl
Verbringt nur wenig Zeit im Dorf der Wasser-Bären
denn jeden Morgen hetzt das Wolferl quer durch den Wald
nach Osten zu, bis es die großen petrolgrünen Wiesen erreicht
auf denen viele tausend Schäfchen weiden
Das Wolferl sorgt sich sehr um seine Schäfchen.
und kümmert sich um alles, was so anfällt und abfällt
Lauter ganz wichtige Sachen

Abends dann läuft das Wolferl wieder heim in das Dorf der Wasser-Bären
Zu Frau Wolferl und den liebreizenden Wolferlis
Und wenn Frau Wolferl es fragt, wie der Tag so war,
So brummt es nur vor sich hin,
Denn niemand könnte irgendjemandem erklären
Warum es bei den Schäfchen immer soviel Chaos geben muss.

Am nächsten Tag auf dem Weg zu den Schäfchen
Ist erstmal Stau
Da hat doch wieder Olli der Räuber den großen Mailfluß zum Überlaufen gebracht
Und alle Waldtiere im heiligen St. Eigerwald drängen sich
Auf dem einzigen noch trockenen Weg
Weil niemand gerne nasse Füsse bekommt

Endlich bei seinen Schäfchen angekommen,
Gibt es gleich Ärger mit Edi und Archi den beiden Maulwürfen
Die mit ihren unvermuteten Ausfällen und Auswürfen die Schäfchen zum Straucheln bringen
Das Wolferl löst das ganz elegant mit vielen, vielen Besprechungen
Es spricht so lange auf Edi und Archi ein
Bis den beiden die Lust auf alle Dummheiten vergangen ist

Abends rennt das Wolferl zurück
Ins Dorf der Wasser-Bären
Morgens geht es wieder zu den Wiesen
Immer im Sauseschritt – jahrelang
Das Wolferl wird grau
Und müde
Und spürt den Jäger im Genack
Zwei Schüsse sind schon gefallen
Streifschuss am Kopf
Und etwas tiefer
Aber das Wolferl läuft weiter
Pflichterfüllt und unbeirrt
Auch mit 50

Was soll ich ihm wünschen?

Ich drück ihm ganz dolle die Daumen
Dass er die Pflichten weniger wichtig nimmt
Dafür das Leben etwas wichtiger

Und ich beiß den Jäger ins Bein!

Ein Bayerischer Held

Scott!

Beam me up, Scotty!
Kirk’s legendärer Funkspruch
Ist in Bayern unvergessen
Zu jeder Gelegenheit
Und wirklich
Zu JEDER
Gelegenheit
Wird hier an ihn erinnert

Scott!
Schreit der Hinterhuber
Der im Wald dem Förster mit Hund begegnet
Scott!
Ruft der Franke
Über den Zaun zum Nachbarfranken
Scott – Herr Pfarrer!
Am Sonntag in der Kirche

Für Nordlichter ist das eher befremdlich
Jeder kennt ihn – klar!
Aber warum rufen die das hier übers Feld?
Scott!
Beim Betreten des Metzgerladens
Scott!
Im Supermarkt

Fast möchte man glauben
Es hätte was Religiöses – Vorbeugendes
So in Richtung
‚Beam me up – reiche mir die Harfe und zeig mir meine Wolke‘
Im Fall der Fälle
Noch nicht gleich aber wenn’s mal soweit ist

Scotty mit dem direkten Draht zu B16
Der Mittler zum Paparazzi
Ganz schön schräg
Aber wer weiss
10 Millionen Bajuwaren können nicht irren

Sicher ist sicher

Scott!

scott.jpg

Alter Opel

Ich fahre ganz normal eine Straße entlang
Zügig
Gutgelaunt
Entspannt
Plötzlich rote Lichter
Bremsen!
Da ist er wieder
Der alte Opel mit 60 durch den Wald

Wo auch immer ich langfahre
Er ist vor mir
Langsam
Behäbig
Ohne Eile
kurvt er die Straßen entlang
Und ich hocke dahinter
Überholen ist nicht

Da kämpfe ich mit meinen Agressionen
Wünsche mit die Flak auf der Motorhaube
Oder wenigstens ein MG
Um ihn von der Straße zu pusten
Bin sauer
Schlecht gelaunt
Ungenießbar wegen altem Opel

Da hilft nur eines
Rollentausch
Den Spieß mal umdrehen
Ein alter Opel muss her
Gezielte Suche
Wir finden ihn bei Heidelberg
Ein Ascona B von 1975
Heino!

Mit Heino erreicht das Fahren eine andere Dimension
Das Getriebe jault
Das war bei Opels mal so üblich
Kein fünfter (oder gar sechster) Gang
Sechzig behäbige Pferdchen
Die Kurven im Wald fahre ich mit 70 km/h
Ohne Eile

Wenn dann der schnelle Hirsch hinter mir
Kräftig in die Eisen steigt und flucht
Weiß ich ganz genau
Was in ihm vorgeht
Und ehrlich gesagt
Ist es mir scheißegal

<Zeitsprung> 

Sieben Jahre hat Heino mir immer mal wieder
Diese Lektion erteilt
In Bruno’s Scheune in Hainert
Hat er auf die nächste Ausfahrt gewartet
Das war sehr gut
Aber jetzt hat er Besseres verdient
Er wird der Star im Autohaus
Der Held der Ausstellungshalle

Heute haben wir Abschied genommen
Bei bestem Wetter
Durch Unter- Mittel- und Oberfranken
Immer am Kopf der Schlange
Wie sich das gehört
Für einen alten Opel
Mit zweiunddreißig Lenzen

Von Hainert nach Schweinfurt
Durch die Weinberge ins Mittelfränkische
Mit Uli und Robert
Zum Kreuzberg und nach Stiebarlimbach
Nach Mühlhausen latürnich
Und dann ins neue Heim
Nach Herziaurach

Total entspannt
Keine Spur von gestresst
Nach einem ganzen Tag unterwegs
Das ist doch was
Den Streß hatten die anderen
Die Audis, Benze und Konsorten
Die plötzlich und unerwartet
Von hinten heranschossen
Ätsch!

Heino von Opel - im Jahr 2000 war er gerade mal 24!

Februar 2000
Heino war gerade erstanden
Die Klorollenpüppi stammt von Conny
Den Wackeldackel gabs noch nicht
Aber: Wackeldackel waren just
Mit einem Wackeldackelrevival
Wieder in Mode gekommen

2000 war unser Heino-Sommer
Die Anti-Raser Therapie für mich
Den salzigen Winter
Verbrachte Heino in Brunos Scheune
Ein lauschiges und trockenes Plätzchen
Es gefiel ihm gut
Erst 2004 verlangte Heino wieder nach einer Ausfahrt

Dazu: Heino – der Film

2007: Gestern war es dann wieder soweit
Das einzige moderne Teil
Eine ‚wartungsfreie‘ Opel-Batterie
Vor sieben Jahren eingebaut
Mit 2000 km Fahrleistung
War auch das einzige defekte Teil
Mit dem Power-Booster
Sprang Heino trotzdem in 1 Minute an

Ein wenig Staub
Weiche Reifen
Einige Spinnweben
Nichts – das nicht mit Luft und klarem Wasser
Zu beheben gewesen wäre

Unser Youngster
Fährt unseren
Youngtimer ins Freie

Da kann man glatt
Die Zündkerzen noch wechseln
Ohne die Frontschürze abzubauen
Viel zu einfach
Wo bleiben da die Fachwerkstätten?

Heino fährt wie eine Sänfte
Der Beetle ist das reinste
Schlaglochsuchgerät dagegen
Petra ist absolut begeistert
Nur am Einparken
Ohne Servolenkung
Muss sie noch etwas arbeiten

In Schweinfurt
Wird Heino zum Apfeltransporter
Das Dampferle schaut schläfrig zu
Es ist erst im November wieder dran

Und dann der Abschied
Vorübergehend
Heino landet bei unserem
Freundlichen Opel-Händler
Und wird demnächst die
Ausstellungshalle schmücken

FF
(Fortsetzung folgt!)

Fischerman’s friends

Es gibt Qualitäten im Leben
Die erschließen sich nicht am ersten Tag
Manchmal schicken sie nur
Eine Ahnung
Einen Geschmack
Einen Hauch
Als Vorboten

So wie vor Monaten
Neuer Job
Neuer Platz
Neuer Hauke
Neuer Wally
Und: Neuer Uli
Fischer – wohlgemerkt

Ein wenig zerrissen ist er
Irgendwie hat er den Zug verpasst
Doch unter Wasser
Ist er auch noch nicht angekommen
Eigentlich ist er Lehrer
Aber Lehren mag er nicht
Und Antwerpen auch nicht
Aber England
Und Desiros

Dafür kann er sich tagelang
Mit Nuancen beschäftigen
Offensichtlich
Gibt es einen Unterschied
Zwischen anscheinend
Und scheinbar
Von das dass daß gans oder ganz zu schweigen

Charakterlich
Entspringt er der Steinzeit
Sammeln
Jagen
Stapeln
Tauschen
Lagern
Mit strenger Miene beim Verleihen

Und er hat immer das letzte Wort
Bei jeder Doku
Die das Haus verlässt
Zählt er die Kommas und Punkte
Und was sonst noch
Hannibal live
Lektor latürnich
Sein Agent Starling heißt Saskia

Und so komme ich wirklich auf den Geschmack
Ulimäßig
Mit Popcorn
Wallywitzen
Witzwallys
Und Sechzehnuhr Kaffeepartys
Mit fliegenden Geiern
Scharfen Kommentaren

Und: Fischerman’s friends

(Sers Uli)

Ben is back!

Zwölfterneunter!
Genau 8 Monate und 1 Tag
War er unterwegs
Ganz schön lang
Und doch auch schnell vorbei
Vor allem für ihn

Jedenfalls:
Benny ist wieder da!
Hockt mit seinen friedlichen Freaks
Unten im Wohnzimmer
Quatscht
Erzählt
Bekommt berichtet
Schön ist das!

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Als er heute
Die große Pforte durchschritt
Vom ‚WoistblossmeinKoffer‘-Bereich
Zum ‚UndwogehtsjetztzumZug‘-Areal
Da stand ich am Weg und hätte
Fast Rotz und Wasser geheult

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(Quicktime-Movie)

Dann hatten wir
Drei schöne Stunden in einem Zug
Bis ich in Nürnberg auf
Meinen Mörderroller stieg
Und Benny zum offiziellen
Mama- und Brüderlein Empfang
nach Erlangen weiterfuhr

ben_2.jpg

Zuhause wussten die
Nachbarn alle schon Bescheid
War nicht zu übersehen

ben_4.jpg

flag.jpg
(Quicktime-Movie)

Jetzt werden wir ihn
Ein Stückchen genießen
Bevor er nach Karlsruhe abdüst …

Rekonvaleszenzspaziergang

Mein armes altes Weib!

Auch nach drei Wochen ist sie noch nicht wieder fit
Eiert immer noch rum
Kann sich nicht bücken
Es piekt und zwickt im Bauch

Deshalb sind wir heute ganz piano
Etwas spazieren gegangen
In Neuhaus
Neben einer kleinen Künstlergalerie
Gibt es dort einen Bierkeller
Eine Brauerei
Und ein chickes Wasserschloss von Zwölfhundertnochwas

Hier ein paar nebensächliche Eindrücke:

schloesschen.jpg

bauerngarten.jpg

dahlien.jpg

Wasserspiele

Franken unter Wasser
Das ich nicht lache
H13 steht ständig unter Wasser
Bei jedem kleinen Regen
Ist der Keller naß

Schaun sie doch mal nach dem Grundwasser
Hatte Herr Parisek gesagt
Eine kleine Grube neben dem Haus
Ein Rohr
Einen Schwimmer
Fast wie bei einer Hydrokultur
Nur etwas größer
So hab ich mir das vorgestellt

Die Grube habe ich gestern gebuddelt
Erst die Verbundsteine frei legen
Dann kam feiner Kies
Dann Sand
Dann Bauschutt, Bauschutt, Bauschutt
Dann feuchter Lehm
Dann Wasser

Hey – ich bin doch erst bei -80 cm !!!
Die Kellerbodenoberkante liegt bei – 60 cm
Bei -70 cm beginnen die Streifenfundamente
Bei -100 cm ist nur noch Lehm
Bis – 130 geht mein Loch
Die wussten schon
Warum sie das Haus nicht tiefer gesetzt haben

das-loch.jpg

Das also ist mein H13-Grundwasserloch!
hier sind die Verbundsteine und der feine Kies mit Sand zu sehen

bauschutt.jpg

ein ganzer Haufen Bauschutt war auch dabei

feuchter-lehm.jpg

Und letzlich feuchter Lehm
Richtig rausgeschält hab ich ihn mit meiner Schaufel

wasser-70.jpg

Am nächsten Tag stand das Wasser (ohne Regen!) bei -70 cm
Also vermutlich noch in der Höhe der Bodenplatte
Nun muss ich mich über die Feuchtigkeit nicht mehr wundern
Als Nächstes werde ich mal die Tiefe des Kanals herausfinden
Dann weiß ich ob eine Drainage überhaupt Sinn macht

To be continued!