Jerusalem

Nach einem gemütlichen Frühstück in der Field School
Packe ich wieder einmal meine Taschen neu ein und sage ade
En Gedi ist wirklich ein wunderschönes Stückchen Erde
Der Busfahrer läßt mich mein Ped selbst einpacken
Das ist mir sehr lieb – ich polstere es mit den Taschen gut ab
Dann geht es Richtung Norden und hoch nach Jerusalem

Wieder merke ich wie klein die Welt ist
Im Bus sitzten ein paar Deutsche
Sie sind schon im Kibbuz En Gedi zugestiegen
Wie nennt sich ihr Fahrrad? Mein Schwager hat auch so eins!
Der ältere Herr der das fragt ist aus Bamberg
Er will drei Jahre oder mehr hier im Kibbuz verbringen

Der Bus lässt mich in der Nähe der Altstadt raus
Es geht noch durch das Kidron Tal und dann den Berg hoch
Durch das Jaffa-Tor fahre ich in das orientalische Jerusalem
Aber mit Fahren ist hier nicht viel
Ehe ich mich versehe bin ich mitten in den Souks
Innerhalb 5 Minuten wollen 3 Händler mir das Ped abkaufen

Ich hab mich völlig verfranzt
Alles ist eng
Massen von Touristen – Arabern und israelischen Polizisten
Und ich dazwischen mit meinem beladenen Kamel
Jede Straße ist letztlich eine Treppe – auf- oder abwärts
Meine Karte taugt hier nichts

Eine Ordensschwester hilft mir weiter
Letztlich ist mein Hostel genau an der
Ersten Station der Via Dolorosa
Der erste Kreuzzug heute kommt mir entgegen
Sechs Leute tragen das Kreuz und singen
Fünfzig andere filmen und fotografieren wie wild

Die Via Dolorosa ist ein Unicum
Massig Touristengruppen
Gelbe Cäppies – rote Cäppies – grüne T-Shirts – etc
Und vorne weg der Führer mit erhobenem Regenschirm
Die Gruppen zusammen zu halten ist wohl das Schwerste
Die Händler schaffen es immer einige in ihre Läden zu locken

Mein Hostel ist der Ecce Homo Convent
Altehrwürdig und wunderschön mit Dachgärten
Von dort hat man Felsendom und Ölberg gut im Blick
Es ist sehr heiß und der Wind ist sandig
Gegen Abend kühlt es mächtig ab
Ich suche meine lange Hose und Jacke

Um Sechs habe ich mich mit Susanne aus En Gedi
Zum Abendessen verabredet
Sie wohnt im Hostel an der Citadelle
Dort schlafen die Hiker auf der Dachterasse
Jeder bekommt eine Matraze und hofft auf trockenes Wetter
Supergute Aussicht hier und die urigsten Typen

Nachts suche ich die höchste Terasse meines Hostels
Hier gibt es irgendwo ein offenes WLan
Petra ist online und wir skypen fast eine Stunde
Das ist wirklich genial und hilft gegen Heimweh
Bei mir ist ein wenig der Dampf raus
Radfahren kann man hier nicht wirklich

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