Um ein Haar

Manchmal braucht man einen Schutzengel.
Nicht nur beim Moppedfahren.

Am Samstag war Arbeiten in Mühlhausen angesagt. H13 ruft!
Die Decke zwischen zwei Bädern hatte unter einem Wasserschaden sehr gelitten und ich wollte herausfinden, wie sehr.
Flo wollte mir helfen, hatte aber die allsamstäglichen Probleme, sich aus dem warmen Kuschelbettchen zu verabschieden. Zumal besagtes Bett bei seiner wirklich netten Freundin aufgestellt ist.

Also war ich allein in meinem Bad, habe alles schön mit alten Tüchern abgedeckt und erst mal die nachträglich montierte Rigipsdecke abgeschraubt.
Und dann sah ich die Bescherung. Die alte Decke hatte sehr, sehr, sehr gelitten. 
Und wurde stellenweise nur durch den Unterbau stabilisiert, der ja nun weg war.
Komische Knackgeräusche kamen von oben. Aber ich wusste nicht so recht, was ich da tun sollte.

Ganz sicher aber nicht drunterstellen.
Erst mal ein Foto machen und dann überlegen.

 vor dem Knall

Rumms!

oder besser:

Rumms!!!

Es gibt hier keine großen Buchstaben um diesen Knall auszudrücken.
Es war nur ein Schlag, aber der war heftig.
Über den maroden Brettern hatten die Handwerker aus welchen Gründen auch immer statt der üblichen Schütte aus kleinen Steinchen einfach Estrich-Beton eingefüllt.  Eine riesige Betonplatte lag also auf den inzwischen maroden Brettern. Und ich hatte ihnen gerade die Stütze weggeschraubt.

So sah die Decke nach dem Knall aus:

nach dem Knall

Und das war das Chaos am Boden:

Betonplatte aus der Decke

Wie durch ein Wunder sind Fliesen und Sanitärteile unbeschädigt geblieben. Nur den Klodeckel hat es in tausend Teile zerfetzt. Die Platte konnte ich allein kaum hochheben. Sie hatte locker 40 kg. 

Hätte ich da zum falschen Zeitpunkt druntergestanden, hätte ich jetzt keine Probleme mehr.
Ich war richtig froh, dass mein Flöhchen erst später kam …
Er hat dann aber auch noch genug Staub geschluckt:

fleissige Hilfe

Ich aber auch 😉

Staubig!

Nach stundenlangem Aufräumen und der Montage zweier Sicherungsplatten sah das Ganze dann schon wieder manierlicher aus:

gesichert

Jetzt brauch ich aber doch einen Profi, der mir bei den angefaulten Balken weiterhilft. Das wird noch was Größeres! In der Nacht habe ich von einstürzenden Altbauten und auf dem Klo erschlagenen Leuten geträumt.

Petra hat mir dann am Sonntag bei den Aufräumarbeiten geholfen. Wir haben ein paar Stunden gebraucht, um aus der Müllhalde wieder ein benutzbares Bad zu machen…

Sauber!

Diese Geschichte erzähle ich dann irgendwann noch mal meinen Enkelkindern …

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Eine Antwort zu “Um ein Haar

  1. Mensch, kaum ist man mal nicht da, werdet ihr fast von herunterfallenden Steinplatten erschlagen!

    Ein bisschen mehr Vorsicht bitte…
    Gut, dass euch nichts passiert ist!

    Die Bilder sehen klasse aus! Das Bad ist nach dem Aufräumen nicht mehr widerzuerkennen!

    Liebe Grüße!
    Ben

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